Freiheit?

„Beim Komponieren von Musik ist man vollkommen frei“ Diese Premise stimmt nur zum Teil. Denn die Töne entwickeln, wenn sie strukturiert werden, sehr schnell Widerstände und einen eigenen Willen. Der Komponist kann sozusagen diesen Willen „nur“ dann kanalisieren. Das ist aber nach meiner Erfahrung das schönste Gefühl: Man schreibt auf eine maschinelle, unpersönliche Art und Weise, man fühlt sich von einem rätselhaften Wind gestützt. Voraussetzung für diesen Zustand ist die makellose Aufmerksamkeit. Man muss mit allen Sinnen HÖREN und Kontakt mit dem Fluss der Musik behalten. Sobald man abgelenkt von der peinlichen tonsetzerischen Arbeit oder von etwas anderem wird, funktioniert dieser mysteriöse Pakt nicht mehr.

Daher heißt unser wichtigster Imperativ: HÖR ZU!

Der größeste Zauberer würde der sein, der sich zugleich so bezaubern könnte, daß ihm seine Zaubereien wie fremde, selbstmächtige Erscheinungen vorkämen. Könnte das nicht mit uns der Fall sein? Novalis

It is our duty as musicians to stay in a continuous state of musical enthusiasm and develop tactics to escape frustration and bad posture . We should always be able to sing